Segler-Vereinigung Thalwil

Berichte und Fotos

Fahrtenseglertreff   /   22. - 23. August 2009

Am 22. Und 23. August trafen sich die Fahrtensegler der SVT beim Segelclub Pfäffikon zum traditionellen Fahrtenseglertreffen. Die gute Teilnehmerzahl und die vielen anwesenden Boote zeigen, dass der Anlass Anklang findet und wohl in einem ähnlichen Rahmen weitergeführt werden kann.

Vom Freitag auf Samstag ging eine Störung durch, was zumindest ein Mitglied dazu bewog, bereits am Vortag den Weg Richtung Seedamm in Angriff zu nehmen um am Samstag einen gemütlichen, ruhigen und stressfreien Tag in Pfäffikon zu verbringen. Die Störung war etwas weniger heftig als die Vorhersagen prognostizierten. Im Laufe des Samstagnachmittags machten sich etliche Boote auf den Weg und segelten bei mehr oder weniger kräftigem Wind Richtung Südosten oder vertrauten ihren Motoren.

Selber hatte ich das Glück, dass ich samt Kindern auf einem Boot anheuern konnte - seit ich selbst kein Boot mehr besitze, bin ich jeweils auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen. Ganz gemächlich machten wir uns einst um 12 Uhr auf. Die Kinder freute es, da sie beinahe den ganzen Weg über das Ruder übernehmen durften. Langsam aber stetig näherten wir uns dem Ziel. Dass es dabei zeitweise leicht nieselte, störte niemanden.

Den Steg vor Pfäffikon endlich in Sichtweite, befürchteten wir, dass für die SVT zum Anlegen zu wenig Platz sein könnte, lagen doch bereits mehrere Boote da. Wir näherten uns allmählich, als Eines nach dem Anderen seine Leinen löste und aufbrach. So wurde reichlich Platz für unser Boot frei, welches wir an der Mole festmachten. Hier lag gut vertäut bereits eine weiteres Jacht eines SVT Mitgliedes, welches schon am Vortag angereist war.

Trotz den recht kühlen Temperaturen konnte die Kinder nichts mehr halten. Sie wechselten Ihre Kleider und stiegen in die Badehosen, und weg waren sie. Der Weg zur Badi ist in Pfäffikon ja bekanntlich nur wenige Schritte. Und hier genossen sie nun das warme Wasser. Dass die Luft kühler als das Wasser war, störte sie dabei kein Bisschen.

Derweil genossen wir die Ruhe und tranken einen Espresso an Bord und plauderten angeregt. Immer mehr Boote trafen ein. Wir hatten das Gefühl, die Mole werde immer kleiner während die Päckli laufend grösser wurden. Zum Ende lagen insgesamt 11 Boote am Steg, wovon eines nicht zum Anlass gehörte, wir jedoch freundlicherweise auch an diesem Boot festmachen durften.

Gemeinsam mit Veronika bereitete ich den Apero vor, welchen die SVT um 18 Uhr den Anwesenden offerierte. Immer noch trafen weitere Mitglieder und Gäste ein. Teils wurden die Kinder noch von der Opti Punktemeisterschaft am Sihlsee abgeholt und stiessen auch noch zu uns. Die Gruppe wurde laufend grösser und die freien Plätze an den Tischen immer rarer. Irgendwann an diesem Abend zählten meine Buben 32 anwesende Personen vom Gastgeber (SCPf), vom YCAu sowie von der SVT. Das ist doch eine ganz ansehnliche Menge.

Gian Carlo heizte dem Cheminee ganz mächtig ein. Dass so viel Kohle auch einige Zeit zum heiss werden braucht, mussten dann die ganz Hungrigen und Ungeduldigen merken, denn eine gute Glut braucht ihre Zeit. Und gute Glut war tatsächlich notwendig, vor allem nachdem ich einen Blick auf die bereitliegenden Köstlichkeiten geworfen hatte. Ich muss schon sagen, da lief dem Einen oder Anderen das Wasser im Munde zusammen. Neben den üblichen Steak, Bratwürsten, Hühnerbeinen und T-Bone Steak lagen da drei herrliche Filets bereit und warteten darauf, dass genügend Platz auf dem Rost frei wird, wo sie gebraten werden sollten. Zu schade, dass ich nicht zu dieser Gruppe gehörte. Aber ich versichere jedem Leser - auch wir gingen nicht leer aus.

Herrliche Brownies machten die Runde, gefolgt von Veronikas köstlichem Marmorkuchen. Dass es dazu frisch gebrauten, herrlich duftenden Espresso zu trinken gab, brauche ich wohl nicht zu erwähnen und ich bin sicher, auch Grappa wäre da gewesen um den Fröstelnden wieder etwas Wärme einzuflössen. Der Abend war nämlich empfindlich kühler als wir dies von den vorangegangenen Tagen gewohnt waren. Dass auch viel berichtet wurde, versteht sich von selbst. Was genau oder Details erfährt der fleissige Leser vielleicht in einer der nächsten Ausgaben der Sägler Chischte. Soviel sei schon einmal preisgegeben: Der Anlass soll noch attraktiver und besser besucht werden.

Am Sonntagmorgen offerierte die SVT ein Frühstücksbuffet zur Stärkung der Wassersportler, bevor sich diese auf den langen Weg zurück machten. Fünfzehn Personen meldeten sich zum Brunch an. Dass am Ende fünfundzwanzig an den Tischen sassen, liess mich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn ich mich über die Eine oder Andere Anmeldung mehr sicherlich gefreut hätte. Ich kaufte vorsorglich genügend ein, was sich am Sonntagmorgen als Glücksfall erwies. Leider verpassten die aktiven Opti Regateure den Schmaus, da sie bereits um 8 Uhr wieder unterwegs nach Einsiedeln waren. Ich hoffe, dass sie trotzdem nicht ganz leer ausgingen und die Regatta für sie ein Erfolg war.

Die Seglerinnen und Segler machten sich nach und nach auf den Rückweg. Der eingeklemmte, freundliche Segler ganz an der Mole wollte ja auch einmal weiter. Inzwischen wurde das Clubhaus wieder auf Vordermann gebracht und alles wieder so hergerichtet, wie wir es angetroffen hatten. Ich machte mich danach mit den Kindern auf dem Landweg auf in Richtung Heimat.

Euer Tourenchef
Christian Gansner

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