Segler-Vereinigung Thalwil

Berichte und Fotos

Clubhausputzete   /   10. April 2010

Was sich in einem Jahr in unserem Clubhaus alles ansammelt ist erstaunlich. Aber es wird nicht bei allem mehr, teils verschwindet auch Material oder es liegt defekt in einer Ecke. All dies und noch vieles mehr wird an der alljährlichen Clubhausputzete in Ordnung gebracht.

Jedes Jahr zum Saisonbeginn treffen sich Junioren-, Aktive-, Passive- und Gastmitglieder der SVT zum Aufräumen, Wegwerfen, Putzen, Schrubben, Polieren, Waschen, Reinigen, Abdampfen, Staubsaugen, Reparieren und zu all dem natürlich auch zum Diskutieren, Debattieren, Degustieren und Inventarisieren. Ja korrekt, inventarisieren, denn wir müssen ja auch wissen, wie viel Geschirr, Besteck, Gläser und Bierhumpen uns noch bleiben oder ob für Ersatz gesorgt werden muss.

Gemeinsam geht's leichter, schneller und alle haben Spass dabei. Immerhin packen dieses Jahr über 60 Hände mit an. So werden wir den Spinnweben und Kokon, den verschmutzen Scheiben, dem Staub, Moos und den Algen im Nu Meister. Der Grillkamin wird geputzt und poliert, bis dieser, ebenso wie der Grill selbst, wieder im alten Glanz erstrahlt. Die Dielen der beiden Flosse, unseres beliebten Balkons und vor allem am Trockenliegeplatz werden geschrubbt und mit Hochdruck abgesprüht, bis diese wieder Gripp haben und von den Algen befreit sind. Die Vorfenster werden durch die fleissigen Hände ausgehängt, sauber geputzt und anschliessend vorsichtig im Fensterdepot verstaut, derweil fleissige Hände mit viel Elan und Sorgfalt den alten Glanz der Sommerfenster wieder herbeizaubern. Das Anschlagbrett wird von alten Aushängen befreit, der Vergnügungsraum und die Garderobe werden entrümpelt, von Spinnen gesäubert und gründlich geputzt. Alte Segel und nicht mehr benötigter Unrat werden entsorgt, die Segel werden zusammengelegt oder neu gerollt und die Schwimmwesten neu in die Schränke eingeräumt. Die Decken werden gründlich abgesaugt. Die Geschirrwaschmaschine wird gründlich gereinigt und der Fettfilter des Dunstabzuges wird ersetzt, während die Haube vom vielen Fett befreit wird. Die Kühlschränke werden feucht ausgerieben. Alle Tische und Stühle erhalten eine sanfte Pflege, werden abgespült, poliert und kontrolliert, nicht dass beim nächsten Anlass eine Lehne oder ein Stuhlbein bricht. Defektes Mobiliar wird gleichzeitig zum Entsorgen aussortiert und auf den bereitstehenden Fahrzeugen deponiert. Der Schrank wird ausgeräumt und geputzt. Gleichzeitig kontrolliert der Webmaster auf dem Dach die technischen Anlagen für die Wetterinformationen unserer Homepage, richtet die Instrumente neu aus und repariert was nicht mehr korrekt funktioniert. Dem wuchernden Unkraut auf dem Dach geht ebenso jemand an den Kragen wie dem Schmutz auf der Seeseite der Fensterscheiben des Vorraums.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass der Joker-Pool ihre für den Vormittag geplanten Arbeiten kurzfristig auf den Nachmittag verlegte und mit nicht weniger als sieben Personen tatkräftig mithelfen. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Pool im vergangenen Jahr noch lediglich drei bis vier Mitglieder zählte.

Es ist geputzt, alles glänzt und jedes Ding liegt wider an seinem Platz. Schon ist es an der Zeit ans Mittagessen zu denken. Robi zaubert wunderbare, abwechslungsreiche kalte Platten, knuspriges, duftendes Brot und weitere feine Zutaten herbei und ruft zu Tische. Die fleissigen Helfer, welche inzwischen natürlich auch hungrig sind, suchen sich einen Platz an der langen Tafel und bedienen sich dankbar. Ganz Fleissige wollen erst noch ihren Auftrag fertigmachen und bleiben noch etwas länger bei der Arbeit. Bei so vielen Anwesenden, müssten einige auch noch am hinteren Tisch Platz nehmen, doch zum Ende findet jeder einen Stuhl und kann sich bedienen, bis er satt ist.

Derweil wird auch die neue Kaffeemaschine geliefert. Just in Time um sofort eingeweiht und ausprobiert zu werden. Die Bedienung ist kinderleicht, so können wir deren Bedienung gleich einem tüchtigen Junior abgeben. Der Kaffee schmeckt vorzüglich und die gespendeten Kuchen finden reissenden Absatz. Den beiden Spenderinnen danken wir auf diesem Wege ganz herzlich.

Nach dem Dessert machen sich die Joker-Pool Mitglieder auf zu ihrem Boot. Dieses muss heute von allen Beschlägen an Deck befreit werden. Die Joker benötigt dringend einen neuen Deckanstrich, damit die vom harten Einsatz freigelegten Glasfasern wieder gebunden werden. Bereits vorgängig wurde jedes Detail fotografisch festgehalten und dokumentiert, so dass bei der späteren Montage jedes Teil wieder seinen Platz findet. Der Mast wird vom Deck gehieft und schon kann es losgehen. Mit Schraubenzieher ausgerüstet drehen auf der Aussenseite flinke Hände die unzähligen Schrauben heraus, während unter Deck von einem weiteren Teammitglied die dazugehörige Mutter arretiert wird. So schrauben und drehen drei Mann aussen, während drei weitere innen in den beengenden Hohlräumen umherrobben und versuchen, trotz sperrigen Spanten, Rippen und Kanten eine halbwegs angenehme Position zu finden. Im Nu wird so eine Schraube nach der anderen herausgedreht und mit dem dazugehörigen Teil und den Unterlagscheiben und Muttern vom Unterdeck in Tüten abgepackt und beiseite gelegt. Es ist unglaublich, wie viele Schrauben an einem solchen Boot sind. Hoffentlich findet am Ende jedes Teil wieder seinen Platz und jedes Loch kann wieder sauber abgedichtet werden.

Das Material verschwindet vom Deck, der Mast wird wieder auf dem Deck festgezurrt, die Joker auf ihrem Bock gekippt und in Transportposition gebracht. Die Nummer wird provisorisch befestigt und alles klar zum Abtransport gemacht. Die erste Etappe ist kurz und schon beim Clubhaus ist wieder Halt. Nun kommt der Mast wieder runter vom Deck, das Hilfsmaterial wird aus dem Auto geräumt und alles ordentlich auf und im Clubhaus verstaut. Der Anhängerzug wird gewendet und weiter geht’s zum Maler, wo das Boot deponiert wird. Auf dem Rückweg halten wir dann noch Ausschau nach dem verloren gegangenen Niedergangdeckel. Dieser wird später von Carsten per Fahrrad ausfindig gemacht und findet auch noch den Weg zum Maler.

Alle Helferinnen und Helfer können am Abend auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken und stolz ihr Tageswerk betrachten. Es hat Spass gemacht und sicher den Einen oder Anderen etwas näher zu anderen Mitgliedern gebracht.

Christian Gansner

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