Segler-Vereinigung Thalwil

Berichte und Fotos

Bergwerksführung Käpfnach   /   24. April 2010

Am 24. April trafen sich 18 Seglerinnen und Segler, Freunde und Kinder im Bergbaumuseum des grössten Schweizer Kohlebergwerks in Horgen. Im ehemaligen Kohlenmagazin, welches heute zum heimeligen Museum umgebaut ist, erklärte uns Herr Höhn anfangs wie die ersten Kohlen gefunden wurden, wie diese ursprünglich im Tagbau und erst später in Stollen abgebaut wurden, aber auch wozu die Kohle überhaupt verwendet wurde, was der ursprüngliche Zweck des Clubhauses des Horgener Jachtclubs war oder in welch erstaunlich ausgedehntem Bereich sich die Stollen unter Horgen erstreckten. Ja sogar vom Sihltal her sollte die Kohle weiter abgebaut werden, was jedoch, mangels zu erwartendem Ertrag, ein nie realisiertes Projekt blieb. Nach der interessanten Einführung und dem informativen Stummfilm, konnten wir uns bestens vorstellen, wie es damals im und um das Bergwerk zu- und herging.

Nach der Einleitung begaben wir uns zum Stolleneingang direkt hinter dem Museum, wo wir den 13 Grad kühlen Stollen betraten. Nach wenigen Metern zu Fuss in gebückter Haltung, durften wir auf den Stollenzug umsteigen. Heute elektrisch betrieben war die Fahrt angenehm, doch kaum zu glauben, dass die Lorezüge in den Betriebsjahren mit Dieselloks bewegt wurden. Wir konnten rittlings auf einer Bank sitzend durch den ehemaligen Transportstollen fahren. An diversen Haltestellen erhielten wir weiterführende Informationen und konnten uns ein Bild der unglaublichen Abbausituationen machen. Ich glaube kaum, dass einer der Besucher freiwillig unter solchen Bedingungen heute noch arbeiten würde.

Gegen Ende der Führung erhielten wir einen feinen Stollentrunk. Im stets kühlen Stollen lässt sich der dazu notwendige Wein bestens lagern und hat die optimale Temperatur. Derweil getrunken und gluschtige Häppchen genossen wurden, diskutierten die Besucher angeregt über das soeben erlebte und erhielten zusätzliche Informationen oder Auskünfte durch die fachkundigen Bergwerkführer. Später fuhr uns der Zug weiter durch den beengend schmalen und niederen Stollen zum Ausgang an der Seestrasse, wo wir unsere Helme wieder auszogen und in den herrlichen Sommerabend im April stiegen.

Nach der Führung durfte natürlich der gemütliche Teil nicht fehlen. Nach kurzem Fussmarsch erreichten wir das Restaurant Glärnischhof, in welchem wir im Jägerstübli behaglich zusammensassen und ein feines Menu genossen. Für die anwesenden Kinder war es bereits etwas spät, trotzdem hielten alle tapfer durch, und liessen sich auch das fruchtige Dessert nicht entgehen. Sicher bleibt der Abend den Besucherinnen und Besuchern noch einige Zeit in bester Erinnerung.

Christian Gansner

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